Für das Schneidebrett Ölen wird Öl aus einer Flasche auf ein Holzbrett geträufelt

Schneidebrett ölen: Die Geheimnisse der richtigen Schneidebrett-Pflege

08.03.2024 Leonie Gruber

Kurze Übersicht: Schneidebrett ölen

  • Schneidebretter aus Holz brauchen Pflege, um lange haltbar, hygienisch und optisch schön zu bleiben. Regelmäßiges Ölen schützt vor Feuchtigkeit, Flecken, Bakterien und Rissen.
  • Wenn du dein Holzbrett einölen willst, muss es vorher gründlich gereinigt und getrocknet werden. Dann das Öl mit einem Tuch aufgetragen, auch am Rand. Es sollte 20 – 30 Minuten oder über Nacht einziehen. Danach Überschüsse abwischen und das Brett trocknen lassen.
  • Als Öl für Schneidebretter eignen sich nur lebensmittelechte Öle. Leinöl versiegelt das Holz, Sonnenblumen- und Rapsöl sind neutral.
  • Welches Öl für Schneidebretter verwendet wird, hängt auch von eigenen Vorlieben ab: Kokosöl wirkt antimikrobiell, Walnussöl gibt Patina, Jojobaöl ist besonders langlebig. Mischungen mit Bienenwachs bieten Schneidebrettern aus Holz zusätzlichen Schutz.
  • Holzbretter dürfen nicht in die Spülmaschine oder lange im Wasser liegen. Sie sollten gut gereinigt und getrocknet werden. Je nach Nutzung solltest du monatlich dein Holzbrett ölen.

Manche Küchenutensilien erfreuen sich einfach dauerhaft großer Beliebtheit – dazu gehören eindeutig Schneidebretter aus Holz, die aus unseren Küchen nicht mehr wegzudenken sind. Durch den Kontakt mit verschiedensten Flüssigkeiten, scharfen Klingen von Küchenmessern und die Konfrontation mit unterschiedlichsten Temperaturen wird das Naturmaterial Holz jedoch stark strapaziert. Das Schneidebrett ölen ist jedoch wahrscheinlich eine der Tätigkeiten, die die wenigsten von uns regelmäßig machen. Doch warum eigentlich?

Inhalt:

  1. Holzbrett ölen leicht gemacht: So bleiben deine Schneidebretter nachhaltig intakt
  2. Das 1 x 1 der Öle: Welches Öl für Schneidebretter verwenden?
  3. Holzbrett einölen: So bleiben Schneidebretter durch die Reinigung länger schön

Dabei bietet das Einölen zahlreiche Vorteile: Es schützt das Holz vor Feuchtigkeit, Flecken und Bakterien, was die Lebensdauer des Schneidebretts erheblich verlängert und die Hygiene verbessert. Geöltes Holz nimmt außerdem weniger Gerüche auf und behält seine ansprechende Optik. Es bleibt geschmeidig und die Bildung von Rissen wird verhindert. Und keine Sorge: Die Verwendung von geschmacksneutralem, lebensmittelechtem Öl beeinflusst nicht den Geschmack der darauf geschnittenen Lebensmittel. Das Schneidebrett ölen ist eine einfache Möglichkeit, die Qualität deiner Küchenausstattung und zubereiteten Speisen zu erhalten – wir erklären dir, wie es funktioniert und was du dabei beachten solltest.

Etwas Öl auf einem Holz-Schneidebrett, das mit einem Tuch eingearbeitet wird
Holzbrett einölen mit einem Tuch

Holzbrett ölen leicht gemacht: So bleiben deine Schneidebretter nachhaltig intakt

Brot schneiden, Gemüse zerkleinern oder Kräuter für verschiedenste Rezepte hacken – Schneidebretter aus Holz sind bei vielen klassischen Küchenarbeiten äußerst praktisch und grundsätzlich der beste Freund von Kochmesser und Co. Zudem sind sie langlebig und ästhetisch ansprechend. Damit sie jedoch über die Jahre hinweg in bestem Zustand bleiben, ist es entscheidend, sie korrekt zu pflegen. Ein wichtiger Teil dieser Pflege ist es, regelmäßig sämtliche Holzbretter einzuölen. Hier kommt eine einfache Anleitung, wie du es mühelos bewerkstelligen kannst, deine Holz-Schneidebretter richtig zu ölen – denn dafür braucht es keine speziellen Werkzeuge oder Fachkenntnisse:

  1. Bevor du das Holzbrett einölst, solltest du zunächst sicherstellen, dass es sauber und trocken ist. Wenn das Schneidebrett Flecken oder unangenehme Gerüche aufweist, kannst du diese im ersten Schritt mit einer Mischung aus Wasser und Essig und einer Bürste entfernen.
  2. Trage dann das Öl großzügig auf die Oberfläche deines trockenen Schneidebretts auf. Verwende dafür am besten ein sauberes Tuch oder Küchenpapier und achte darauf, dass alle Bereiche des Bretts, einschließlich der Ränder, gründlich behandelt werden. Alternativ kannst du auch einen breiten Backpinsel für das grobe Verstreichen des Öls verwenden, um so einfacher das Holzbreit einölen zu können.
  3. Das aufgetragene Öl mindestens 20 – 30 Minuten oder sogar über Nacht einwirken lassen. Dadurch kann das Holz das Öl aufsaugen und sich bestmöglich regenerieren.
  4. Entferne das überschüssige Öl mit einem weiteren Tuch oder Küchenpapier, nachdem das Öl ausreichend in das Holzbrett eingezogen ist. Achte darauf, dass dabei keine Rückstände auf der Oberfläche verbleiben.
  5. Lasse das Brett anschließend an einem gut belüfteten Ort vollständig trocknen, um die Bildung von Schimmel zu vermeiden.
  6. Wiederhole den Vorgang alle paar Wochen oder Monate, um das Holz-Schneidebrett in optimalem Zustand zu halten – je nach Bedarf und Intensität der Nutzung.

So einfach geht es also, Holz-Schneidebretter zu ölen. Doch warum tun wir es dann meist so selten? Das regelmäßige Ölen von Holzbrettern schützt das Material nicht nur vor Feuchtigkeit und unschönen Rissen, sondern verleiht ihm auch eine ansprechende Patina. Wenn du deine Schneidebretter einölst, sehen sie in der Küche stets gepflegt und einladend aus – zum Beispiel als besonderer Untersetzer auf dem Tisch. 

Holzbrett auf dem Tisch mit einem Glas Öl und Gemüse daneben
Schneidebretter ölen sorgt für eine dauerhaft ansprechende Optik

Das 1 x 1 der Öle: Welches Öl für Schneidebretter verwenden?

Nachdem wir nun festgestellt haben, dass das regelmäßige Einölen der Holz-Schneidebretter zahlreiche Vorteile bietet, stellt sich noch die Frage, welches Öl für Schneidebretter eigentlich am besten geeignet ist? Grundsätzlich sollte dafür ein sogenanntes lebensmittelechtes Öl verwendet werden, da es für den Kontakt mit Lebensmitteln sicher ist. Hier sind einige der gängigsten Optionen, welche Art von Öl für Schneidebretter verwendet werden kann:

  • Leinöl: Leinöl wird oft gewählt, da es komplett aushärtet und Holzfasern verschließt. Gegebenenfalls musst du jedoch etwas länger warten, bis das Öl die Holzoberfläche vollständig versiegelt hat, wenn du mit Leinöl dein Holzbrett ölen willst – das kann unter Umständen 1 bis 2 Wochen dauern.

  • Sonnenblumen- oder Rapsöl: Diese beiden Öle sind völlig geruchs- und geschmacksneutral und daher eine beliebte Wahl – auch beim Thema, welches Öl zum Backen geeignet ist. Halbtrockenes Sonnenblumen- und Rapsöl eignet sich besser als Olivenöl, zieht aber unter Umständen nicht komplett ins Holz ein – daher solltest du es nur zum Einölen nutzen, wenn du das Brett häufig nutzt.

  • Walnussöl: Walnussöl ist eine natürliche Option, die deinem Schneidebrett eine schöne Patina und damit neuen Glanz verleihen kann. Es hat einen angenehmen, leicht nussigen Geschmack.
  • Kokosöl: Kokosöl ist ein beliebtes Öl, um Bretter zu pflegen, da es antimikrobielle Eigenschaften aufweist und deinem Schneidebrett einen leichten Kokosgeschmack verleihen kann.

  • Jojobaöl: Jojobaöl ist stabil und hat eine lange Haltbarkeit. Es dringt gut ins Holz ein und schützt es von innen. Perfekt für Bretter, die auch als ansprechende Servierplatten verwendet werden.

  • Bienenwachs und Öl-Mischungen: Einige Menschen verwenden gern Mischungen aus Bienenwachs und verschiedenen Ölen, um eine besonders schützende Schicht auf Schneidebrettern zu erzeugen.


Die Wahl des richtigen Öls hängt also in erster Linie von der Nutzungshäufigkeit des Holzbretts, den persönlichen Vorlieben und gewünschten Ergebnissen ab. Doch egal, welches Öl du zum Holzbrett ölen wählst, stelle sicher, dass es lebensmittelecht ist und du es großzügig auf der Oberfläche des Schneidebretts aufträgst, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Diesen Vorgang am besten in regelmäßigen Abständen wiederholen, um mit dem Schneidebrett einölen die Schönheit und Funktionalität des Bretts zu erhalten und langfristig Freude daran zu haben – und damit auch einen Beitrag in Sachen Nachhaltigkeit bei deinen Küchenhelfern zu leisten.

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Das Schneidebrett-Holz ölen macht das Brett zum Hingucker in der Küche

Holzbrett einölen: So bleiben Schneidebretter durch die Reinigung länger schön

Die richtige Pflege mit Öl ist das eine, der sachgemäße Umgang das andere. Natürlich lässt es sich nicht vermeiden, dass Brotmesser und Co. Spuren auf dem Brett hinterlassen. Doch hier kommen die besten Tipps, um das Material Holz möglichst lange in bestem Zustand zu halten – denn neben dem Schneidebrett ölen ist es immens wichtig, Holzbretter richtig zu reinigen. Sie sollten daher unter keinen Umständen in der Spülmaschine gesäubert werden. Die hohen Temperaturen und scharfen Reinigungsmittel greifen das Holz an und machen es spröde und porös, wodurch auch Bakterien und andere Keime leichter eindringen können. Auch das lange Einweichen in Wasser solltest du vermeiden, da sich Holz schnell damit vollsaugt und unschön aufquellen kann. Und nach dem Reinigen solltest du dem Holz vor allem eins geben: Zeit. Das Material trocknet sehr langsam, weshalb Holzbretter unbedingt gut durchlüftet trocknen sollten. Wenn du diese Tipps beachtest, wird das intensive Schneidebrett ölen gar nicht erst so häufig notwendig sein!

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